Asthmatische Beschwerden
Lungenärzte warnen: Asthma wird oft übersehen
Das bisschen pfeifen beim atmen - das wird schon wieder vorbeigehen. Wer so denkt setzt seine Gesundheit und Lebensqualität aufs Spiel.
Die ersten Anzeichen für ein Asthhma bronchiale müssen unbedingt ernst genommen werden.
Asthma nimmt immer mehr zu
Die Anzahl der Asthma-Erkrankten nimmt in Deutschland unangenehm zu. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist die Zahl der Allergie- und Asthmaanfälle dramatisch gestiegen. Eine aktuelle Studie der Universtät Münster belegt: Die Anzahl der Asthmaanfälle hat um 3,4 % zugenommen. Die Ursachen sind nicht geklärt. Sicher scheint jedoch, dass die zunehmende Belastung durch allergieauslösende Stoffe und Umweltstoffe, vor allem Zigarettenrauch, eine Rolle Spielen.
Asthma wird oft übersehen - Frühe Diagnose wichtig
Asthma ist kein unumgängliches Schicksal. Bei einer frühen Diagnose und der richtigen Behandlung kann die Entwicklung der Krankheit aufgehalten und vermieden werden. Hier schlagen die Lungenärzte Alarm, denn Asthma wird oft übersehen: 80 % der Erwachsenen mit einer Überempfindlichkeit der Atemwege in Verbindung mit Asthmasymptomen sind nicht als Asthmatiker diagnostiziert!* Dabei ist die frühe Diagnose sehr wichtig. Denn in der Anfangsphase ist Asthma mit der richtigen Behandlung noch reversibel.
Anzeichen: Bronchiale Hyperreagibilität
Ein wichtiges Indiz für ein mögliches Astma ist die so genannte Bronchiale Hyperreagibilität (BHR) - eine überempfindliche Reaktion der Bronchien auf bestimmte Reize, wie kalte Luft, Zigarettenrauch oder Allergene. Durch einen inhalativen Provokationstest kann der Lungenfacharzt die Empfindlichkeit der bronchialen Schleimhaut messen. Eine BHR ist Anzeichen für eine vorliegende Entzündung der Bronchien, die zu einer dauerhaften Schädigung und somit chronischem Asthma führen kann. Daher kann eine BHR, die nicht Folge eines Virusinfektes ist, eine Vorstufe von Asthma sein. Ein Lungenfunktionstest gibt dann weitere Hinweise, ob eine Erkrankung vorliegt.
Eine Hyposensibilisierung oder eine frühzeitige Behandlung mit entzündungshemmenden niedrig dosierten inhalativen Steroiden schützt vor der Verschlimmerung eines leichtten Asthmas.
Alarmsignale beachten
Wer an sich selbst eines der folgenden Symptome bemerkt, sollte unbedingt einen Lungenfacharzt (Pneumologen) aufsuchen:
- Nächtliche Brustenge
- pfeifende oder rasselnde Atmung
- nächtlicher Husten
- nächtliche Atemnot
- chronischer Husten
- reizhusten bei tiefer Einatmung
* Quelle: mod. nach Gesundheitsberichterstattung des Bundes, 1998, S.230
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