 |
Allergie-Lexikon
Seite 1 2 3
Sonnenallergie
Vor allem Menschen mit besonders heller Haut erleben nach einem Sonnenbad gelegentlich allergische bzw. Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut. Die Sonnenempfindlichkeit kann durch Lichtfilter- oderKonservierungsstoffe in Sonnenschutzmitteln, Medikamenten, Kosmetika und Deos verstärkt werden. Die an der sonnenbestrahlten Haut auftretenden rötungen, Schwellungen, "Pickel", Bläschen oder Quaddeln können oft durch Antihistaminika gebessert werden.
Diese Beschwerden sind nicht mit einem Sonnenbrand zu verwechseln. Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten bis zweiten Grades, die allerdings mit der "Sonnenallergie" zusammen auftreten kann.
Tipps zur Vorbeugung
von Sonnenallergie:
- Gewöhnen Sie sich langsam an die Sonne und steigern Sie die Dauer Ihres Sonnenbbades nur allmählich
- Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor.
- Verzichten Sie, wenn Sie sich in die Sonne legen, auf Parfüms, Deos und Kosmetika.
- Wenn Sie einen Hautausschlag bemerken: GGehen Sie aus der Sonne und suchen Sie gegebenenfalls den nächsten Arzt auf.
|
Tierhaarallergie
Die Betroffenen reagieren nicht unmittelbar auf die Tierhaare allergisch, sondern auf Hautschuppen, Speichel, Urin oder Kotteilchen die an diesen haften. Tierhaarallergene sind weit verbreitet. Sie werden eingeatmet und gelangen auf die Augenbindehaut. Das führt zu Schnupfen (ganzjähriger allergischer Schnupfen), Bindehautentzündung und Asthma. Nur selten entsteht ein Ekzem. Etwa jeder dritte Tierhalter entwickelt eine derartige Allergie. Katzen- und Meerschweinchenfreund sind stärker gefährdet als Hundebesitzer. Auch Produkte, die aus Tierhaaren hergestellt sind, können Beschwerden verursachen.
Tipps zur Vorbeugung von Tierhaarallergien:
- Am Besten ist es, Sie trenne sich von dem Tier, das Ihre Allergie verursacht.
- Ist das nicht möglich, sollten Sie zumindest Ihr Schlafzimmer tierfrei halten und Ihre Wohnung täglich mit dem Staubsauger reinigen bzw. reinigen lassen.
- Besuchen Sie Freunde und Verwandte mit entsprechenden Hauustieren nicht in deren Wohnung, sondern laden Sie sie ohne Haustiere zu sich ein.
- Meiden Sie Tierfelle, Pelze oder Pelzteile.
- Beim Kauf von Teppichen oder Matratzen sollten Sie Auskunft über die verwendeten Materialien verlangen.
- Auch seide oder Wolle können allergische Reaktionen auslösen.
-
In Einzelfällen führt eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) zu guten Therapieerfolgen
|
Wichtig!!!
- Wer gegen einen Hund allergisch ist, ist nicht gleichzeitig gegen alle Hunderassen allergisch
- Allergien gegenüber Vogelfedern rühren nicht immer von den Federn selbst her, sondern möglicherweise von den darin lebenden Milben. Eine Allergie gegen Vogelfedern kann mit einer Eiallergie kombiniert sein.
- Auch wenn die Katze nicht mehr im Haus ist, können Ihre Allergene auf Möbeln, Teppichen, Polstern und Vorhängen noch Monate bis Jahre später allergische Beschwerden auslösen. Dies gilt auch für andere Tiere. In einem solchen Fall ist "Großreinemachen" angesagt.
- Wenn Sie Ihre Katze schweren Herzens in ein Tierheim gegeben haben, Ihre Arbeitskollegin zu Hause eine Katze hat, ist Ihr Problem noch nicht gelöst. Ihre Kollegin trägt die allergenen Katzenhaare mit in die Arbeit und somit zu Ihnen. Besonders empfindliche Allergiker bekommen Beschwerden, wenn Sie einen Mantel anziehen, der neben dem Mantel eines Tierbesitzers hing.
|