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Allergie-Lexikon
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Asthma
Das Hauptproblem bei Asthmna ist die meist anfallartig auftretende Atemnot.
Asthmaanfälle treten besonder nachts oder nach körperlicher Arbeit bzw. seelischer Belastung auf. Manche Asthmatiker haben zwar kaum Anfälle, sind aber ständig kurzatmig, nur eingeschränkt belastbar und husten oft.
Die Brochien eines Asthmatikers reagieren überempfindlich. Bei der bronchialen Überreaktion entzündet sich die Schleimhaut und schwillt an. In den Bronchien bildet sich verstärkt Schleim und die Bronchialmuskulatur verkrampft sich. Diese Überreaktion kann durch verschiedene nicht allergische Reize ausgelöst werden:
- Takakrauch
- Kälte
- Staub
- Nebel
- gechlortes Badewasser
- Treibgase
- starke Emotionen
- Anstrengungen
Aber auch eine Allergie kann sich hinter den Überreaktionen verbergen, z.B. gegen:
- Pollen
- Tierhaare
- Hausstaubmilben
- Pilzsporen
- Medikamente
- Nahrungsmittel
- Insektengift
Häufig wirken allergische und nicht allergische Ursachen zusammen. Das (überwiegend) allergische Asthma ist bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen.
Tipps zur Asthma-Vorbeugung:
Als Asthmatiker sollten Sie entspannenden Ausdauersport treiben. Schwimmen Sie im feutwarmen Hallenbad - bevorzugt in chlorfreiem Wasser. Dadurch verbessern Sie Ihre Atemfunktion und beugen Asthmaanfällen vor. Auch gemäßigtes Joggen stärkt Herz und Kreislauf. Sprechen Sia aber vor Beginn eines Trainings mit Ihrem/Ihrer Arzt/Ärztin.
Um mit Ihrem Asthma besser zurechtzukommen
- Meiden Sie Ihre Allergene, nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs
- Geben Sie das Rauchen auf
- Auch Passivrauchen ist ungünstig
Entfernen Sie, soweit möglich, Umweltgifte bzw. Chemikalien vom Arbeitsplatz und aus dem Haushalt
- Beugen Sie Erkältungen und Infektionskrankheiten vor.
- Vermeiden Sie möglichst Stress, Aufregung und starke Gefühlsregungen.
- Nutzen Sie Ihre Freizeit und Ihren Urlaub zum Entspannen.
- Erhähren Sie sich gesund
- Messen und notieren Sie morgens und abends Ihre Lungenfunktion mit einem Peal-Flow-Meter; Asthmaanfällen geht eine allmähliche Verschlechterung der Lungenfunktion voraus.
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Hausstaubmilbe-Allergie
Sie mach sich hauptsächlich als Schnupfen (ganzjähriger allergischer Schnupfen), Asthma oder Bindehautentzündung bemerkbar. Morgens sind die Beschwerden besonders ausgeprägt. Während der Heizperiode verstärken sich die Symptome.
Hausstaub besteht aus Haaren und Hautschuppen, Textilfasern, Holz, Nahrungsmittelresten, Pilzsporen, Bakterien und je nach Haustier aus Tierhaaren und Federn. Verursacht wird diese Allergie jedoch durch Hausstaubmilben. Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere und mit bloßem Auge nicht zu erkennen. sie ernähren sich überwiegend von Hautschuppen.
Tipps zur Vorbeugung der
Hausstaubmilben-Allergie:
Die idealen Lebensbedingungen für Hausstaubmilben liegen bei 20 bis 30° C und einer Luftfeuchtigkeit von 75 bis 80 Prozent.
- Halten Sie die Schlafzimmertemperatur unter 19° Celsius und die Luftfeuchtigkeit bei 40 bis 50 Prozent. Legen Sie sich entsprechende Messgeräte (Thermometer, Hygrometer) zu. Hängen Sie keine Luftbefeuchter an die Heizkörper.
- Fenster, die zu dicht schließen (z.B. Kunststofffenster), sind ebenso wie Pflanzen ungünstig, da die Luftfeuchtigkeit zu stark ansteigen kann. In jedem Fall sollten Sie häufig lüften!
- Ersetzen Sie Bettzeug (Matratzen, Kopfkissen, Daunendecken, Keilkissen, Laken), Sofakissen und Vorhänge, die Wolle, Baumwolle, Kapok oder Daunen enthalten, durch synthetische Materialien (Schaumstoff, Polyester, Dakron). Für die Bettbezüge eignet sich auch Leinen. Eventuell benötigen Sie manche Sofakissen oder Vorhänge gar nicht
- Vorhänge lassen sich durch Jalousien ersetzen
- Trenne Sie sich von Tierfellen, Bettvorlegern, Teppichen und Teppichböden. Ersetzen Sie diese durch Parkett und Kunststoffböden
- Geben Sie Ihren Matratzen einen für Milben undurchlässigen Überzug.
- Waschen Sie Bettbezüge und -decken sowie Schlafzimmervorhänge regelmäßig.
- Waschen Sie alle Textilien - sofern möglich - bei 60° C. Das tötet die Milben ab.
- Lüften Sie Ihre Betten immer gut durch
- Gehen Sie nicht direkt nach dem Baden ins Bett.
- Wische Sie Staub nur mit einem feuchten Tuch. Dadurch wird er weniger aufgewirbellt. Benützen Sie einen Staubsauger meit eingebautem Mikrofilter.
- Lassen Sie sich, wenn Sie eine Hausstauballergie haben, lieber zum Brötchenholen einteilen als zum Staubwischen.
- Legen Sie die Kuscheltiere Ihrer Kinder, verpackt in einer Plastiktüte, ab und zu für ein, zwei Tage in die Tiefkühltruhe. Das erledigt die Plagegeister.
- In Höhenlagen über 1.200 Meter kommen keine Hausstaubmilben vor. Wie wäre es mit einem Urlaub im Gebirge?
- Achten Sie bei der Auswahl Ihrer auswärtigen Unterkünfte auf eine allergiefreundliche Ausstattung.
- Meiden Sie Raucherzimmer.
- Falls Sie an einen Umzug denken: Wählen Sie eine trockene Wohnung ohne Mauerrisse, die oberhalb der ersten Etage liegt.
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Heuschnupfen
Heuschnupfen ist die häufigste allergische Erkrankung. Der Name ist irreführend, da der Heuschnupfen nicht durch Heu, sondern durch Pollen (Blütenstaub) von Gräsern, Bäumen, Sträuchern und Kreutern ausgelöst wird. Der/Die Arzt/Ärztin bezeichnet den Heuschnupfen daher auch als Pollinose oder saisonalen allergischen Schnupfen. Mindestens jeder zehnte Deutsche leidet unter Heuschnupfen.
Die winzig kleinen Pflanzenpollen werden durch den Wind kilometerweit verbreitet. Um Heuschnupfenbeschwerden auszulösen, genügen manchman schon 20 Pollen pro Kubikmeter Luft. Pollenallergiker haben nur dann Beschwerden wenn "ihre" Pollen in der Luft sind. Die meisten Betroffenen reagieren nur auf wenige Pollenarten allergisch.
Je nach Blühzeit der betreffenden Pflanzen ist die Beschwerdesaison verschieden. Wer nur auf frühblühende Sträucher (z.B. Haselnuss) reagiert, hat seine Saison schon im April/Mai überstanden. Manche Kräuter dagegen blühen erst im Frühherbst. Der Pollenflugkalender ermöglicht nur eine grobe Orientierung, da Blühzeit und Pollenflug auch von den Wetter- und Windverhältnissen abhängt. Diese aktuellen Informationen geben die Polleninformationsdienste.
Hauptbeschwerden sind Schnupfen mit Niesreiz und regelrechte Niesattacken sowie die Bindehautentzündung mit roten, juckenden und tränenden Augen. Starker Heuschnupfen ist eine Erkrankung, die auch das Allgemeinbefinden, die psychische Verfassung und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen kann. Grundlage der Behandlung ist das Meiden der Allergene. Dazu müssen Sie Ihre Allergene kennen! Medikamente wie Antihistaminika linder Heuschnupfen und beugen bei unvermeidbarem Pollenkontakt vor. Eine Hyposensibilisierung mit Blütenstaub schützt meist dauerhaft vor weiteren Beschwerden.
Tipps zur Heuschnupfen- Vorbeugung
(Diese Maßnahmen sind nur dann Sinnvoll, wenn Sie Ihre Pollen kennen und diese tatsächlich unterwegs sind)
- Schützen Sie sich vor zu starkem Pollenkontakt! Meiden Sie während der Blütezeit der Pflanzen, auf deren Pollen Sie allergisch reagieren, deren "Revier", also Wiesen und FFelder, Parks und Obstbaumwiesen.
- Verichtet Sie bei Pollenflug auf Sportliche Aktivitäten im Freien
- Lassen Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen und die Lüftung ausgeschaltet
- Schließen Sie tagsüber die Fenster Ihrer Wohnung
- Saugen Sie regelmäßig Staub, um Pollen von Teppichen und Möbeln zu entfernen
- Waschen Sie jeden Abend Ihre Haare, und entfernen Sie so Pollen, die sich tagsüber dort festgesetzt haben
- Lassen Sie, wenn Sie im Freien waren, Ihre Oberbekleidung in einem Raum Ihrer Wohnung, den Sie als "Schleuse" bestimmen. Praktisch ist es, wenn die Schleuse eine Dusche enthält.
- Legen Sie Ihren Urlaub möglichst in die Zeit des größten Pollenflugs zu Hause und fahren Sie dorthin, wo "Ihre" Pollen grade nicht sind (Gebirge, Strand, kleine Inseln, Fernreise)
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